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Juni 2013

Juni 2013 - Uruquay

 

Montevideo, Uruguay-El Pinar- Atlántida- Piriápolis-Minas, Lavalleja- Punta del Este- José Ignacio- La Paloma, Rocha- Aguas Dulces- Laguna Negra, Chuy, Rocha, Uruguay- Rivera- Rosario do Sul- Porto Xavier- Puerto Iguazú


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Aufgrund dessen, dass ich den Frachter wegen Krankheit in Antwerpen verlassen muss, bin ich schon eine Woche vor Ankunft des Schiffes in Montevideo.

Die Tage verbringe ich mit dem Suchen nach einer SIM Karte für das uruquayianische Datennetz. Eine für ein Handy zu erhalten ist kein Problem, für reien Daten sieht es da schon anders aus. Alle Geschäfte bieten Verträge an. Im Internet gibt es aber eine Prepaid Karte und die will ich haben. Die Läden aber schütteln alle mit dem Kopf: Sowas haben wir hier nicht, gehen Sie mal in den naechsten Movistar Laden.

 

Irgendwann habe ich die Karte und sie funktioniert auch im Tablet. Genau zwei Tage lang, dann ist das Tablet kaputt. Wieder geht die Sucherei los: Wer repariert in diesem Land ein Acer? Antwort: So gut wie niemand. Ich finden einen kleinen Laden, die doktorn zwei Tage daran rum und werfen dann das Handtuch. Zumindest weigern Sie sich Geld zu nehmen, obwohl sie Aufwand hatten. Inzwischen bin ich schlauer, über Chat mit Acer Deutschland habe ich die Adresse von Acer Uruquay bekommen und siehe da, ein paar Straßen nur von meinem Hostel entfernt ist der Laden. Wirkt professionell, nach vier Tagen die Antwort: Motherboard kaputt, muß importiert werden, Dauer 30 Tage plus, Kosten im Moment unbekannt.

Ich breche ab und kauf mir ein Handy mit großem Bildschirm, welches ein Tablet ersetzt. Die Kosten liegen etwas 40 Prozent ueber dem Preis des Geraetes in Deutschland.

Außerdem verbringe ich die Tage mit der Suche nach preiswerten aber guten Restaurants, der Suche, wie ich zum Abholen des LKW in den Hafen rein kommen soll und dem Lernen von Spanisch Vokabeln. Ich stelle mich bie den Hafen Agenten vor und als sie erfahren, dass ich in Montevideo abhänge und noch auf das Schiff warten muß, laden sie mich parktisch jeden Abend zu einem der zahllosen Konzerte ein. Überhaupt ist das Kulturangebot in der doch recht kleinen Stadt gewaltig.

Irgendwann heißt es dann: So das Schiff kommt jetzt doch noch heute abend rein, halte dich mal bereit. Ich sage schnell das Konzert des heutigen Abends ab und begebe mich zum Hafen. Aber hier schreibt dann Michaela weiter,

Montevideo- El Pinar-Piriapolis- Minas-

 

8.6.2013

Der Frachter durfte doch heute noch in Montevideo einfahren. Was ein Glueck.

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Lars wartet schon seit einer Woche auf IPO und mich.

Der Kapitaen hat es sehr eilig, mich und den LKW auszuladen.Sofort, nachdem der Agent von Board gegangen ist, gibt er mir meinen Pass und den Impfausweis.

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Danach dauert es noch ein bisschen und Lars wird von 2 anderen Agenten, die fuer die Passagiere zustaendig sind, zum Schiff gebracht.

Lars hatte herausgefunden, dass genau diese Agenten dafuer zustaendig sind. Er hatte sie kontaktiert und sie haben sich die ganze Woche um ihn gekuemmert und ihn sogar zu mehreren Musikkonzerten eingeladen. Diese Agenten haben auch mit ihm das Einfuhrdokument/ Zoll ausgefuellt. Das Dokument ist sehr kurz gehalten und beinhaltet nur sehr wenige Angaben. Es wurde von den Agenten ausgefuellt, ohne, dass sie den LKW gesehen hatten. Kosten entstanden nicht.

Die Agenten haben Lars nur an die Rampe begleitet, danach haben wir Ipo von Board gefahren. Zum Hafenausgang war es nur ein kurzes Stueck. Am Gate haben wir das Papier vorgezeigt und durften das Gelaende verlassen. Es war schon dunkel.

Wir sind rechts auf die Rambla gefahren und haben hinter einer Tankstelle

an der Rambla, bei km 6,5 auf einer Wiese am Meer uebernachtet. Es war sicher,  aber sehr laut.

9.6.

Obwohl Sonntag ist der Verkehr sehr stark und somit laut.

Wir parken um auf eine Landzunge ganz in der Naehe. Hier steht der Leuchtturm Punta Bravo. Leider auch die Klaeranlage, die aber nicht besonders stoert. Hinter dem Leuchtturm  gibt es eine grosse freie Flaeche. Hier leben viele Katzen, man angelt, relaxt im Auto mit Matetee (oder was man nachts im Auto noch so treiben kann....).

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Da die Strasse weit entfernt ist,  stoert der Strassenlaerm  nur wenig. Man hoert die Klaeranlage ein bisschen  und es kann windig sein.

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Den Katzen hier geht es gut. Es gibt Menschen, die sie extra fuettern.

Immer wieder interessiert man sich fuer unser Fahrzeug. Ein Paar aus BA gibt uns seine Kontaktdaten und ebenso der Besitzer einer Firma, die Landkarten erstellt.

Wir begegnen vielen freundlichen Menschen.

Es leben auch viele Voegel hier. Die Kiebitze machen Laerm!

An der Rambla, direkt neben der Zufahrt zum Leuchtturm,  wird frischer Fisch an einem kleinen Stand verkauft.

Die Rambla wird stark genutzt um Sport zu treiben : Joggen, Inlinern, Feldhockey uvm.

Frueh am Morgen kurz nach Sonnenaufgang werden wir durch Klopfen geweckt.

Wir haben schon Angst, dass wir hier gar nicht uebernachten duerfen und erwarten

die Polizei....aber es ist ein Filmteam, das genau an unserem Stellplatz eine Aufnahme drehen will. Wir parken kurz um und koennen weiterschlafen.

Ueberall am Ufer sehen wir Voegel mit einer schwarzen Augenbinde und einem gelben Bauch. Das ist ein Bentevi oder Schwefeltyrann. Wir begegnen ihn in ganz Uruguay und halten ihn erst fuer eine Art Eisvogel wegen seines dicken grossen Schnabels.

 

10.6. bis 14.6.13 schoenes Wetter, kuehl

Lars zeigt mir einiges in Montevideo. Es ist herbstlich kuehl. Wir laufen immer einige Kilometer in die Stadt. Die Stadt finden wir nicht besonders attraktiv. Einige wenige nette Haeuser stehen zwischen haesslichen Gebaeuden. Man scheint wenig Sinn fuer das Schoene zu haben. Es liegt ueberall Hundedreck herum. Es gibt aber keine wilden Hunde. In der Naehe des Leuchtturms ist der reiche Stadtteil Punta Carretas mit einem Shoppingcenter. Im Shoppingcenter gibt es auch einen Supermarkt und freies WLAN im Fressbereich ( antel/ wifi ). Das ist praktisch. Abends wird das Wifi etwas langsam.

Im Zentrum kann man alles kaufen. An einem Ausgang beim Supermarkt gibt es eine Fusspflege und einen Eisenwarenladen mit allem was man sich denken kann. Auch Heimwerkerbedarf usw.

Lars Tablet ist kaputt gegangen. Acer Uruguay in Montevideo kann es nicht reparieren.

Lars entscheidet ein neues Handy als Ersatz zu kaufen, allerdings sind solche Dinge hier viel teurer als in Deutschland. Wir vergleichen die Preixe dank Wifi und Lars kann noch etliche Dollars sparen.

Im Shoppingcenter hat er dann im Wifi die Moeglichkeit, alle noetigen Programme herunterzuladen.

Lars hatte sich von Movistar eine Datenkarte besorgt, ich mir eine von Antel.

Siehe Extrabeschreibung. Das Nutzen des Internet ueber die Antel Sim Karte ist guenstiger und klappt gut.

Wir bekommen einen Einblick in die anderen Essenszeiten. Tee mit vielen Suesswaren nimmt man hier auch noch um 19.00 Uhr zu sich. Es gibt in den Cafes oft Angebote fuer 2 Personen.

Wir gehen 2 mal direkt am Leuchtturm im Lokal La Estacada essen. Es ist dort nett mit Kaminfeuer.

Die Auswahl ist nicht so gross, aber vollkommen in Ordnung.

Ich mache einen Ausflug in die Naehe des Viertel Tres Cruzes. Hier ist die Universitaet und die National Bibliothek, aber auch ein Kleidermarkt und viele Autowerkstaetten.

In der ganzen Stadt gibt es Baeckereien mit leckeren Backwaren. Man muss sich durckprobieren. Ich finde sogar so etwas wie einen Bioladen mit vielen Gewuerzen.

 

15.6.13

Wir haben jetzt alles zum neuen Handy in Montevideo abgewickelt und fahren an der Kueste bis in die Naehe des Flughafens zum Einkauf im Supermarkt Geant. Man kann dort gut parken.Leider merken wir zu spaet, dass der Supermarkt etwas weiter vorne, billiger ist und eine groessere Auswahl bietet.

Geant ist luxurioeser.

Wir uebernachetn nicht weit entfernt in El Pinar am Strand zwischen Duenen. Da es kuehl und windig ist, sind wir alleine und es ist sehr ruhig. der Strand ist schon und breit.

Hier gibt es viele Pinienwaeldchen und nette Haeuser. Die meisten mit Wachhund im Garten. Wir essen leckere Meeresfruechte, die es im Geant zu kaufen gab.

 

16.6.13

Es ist bedeckt und sehr windig. Wir fahren bis kurz vor Atlantida ( IB 44,5)

Bis dahin mussten wir auf der IB 2x Maut bezahlen, je 55 P. Das ging unkompliziert und war nicht zu umfahren. Die Strassen sind gut.

Nach dem Rio Salto Grande verlassen wir die IB und fahren zur Kueste. die Straende sind ueberall sehr schoen.

Am Strand  schauen wir uns das Haus El Aguila in Form eines Adlerkopfes an. Der Strand unterhalb ist auch sehr schon, aber es stuermt sehr und faengt auch an zu regnen.

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Wir fahren noch weiter bis nach Piriapolis. Die Stadt liegt in einer Bucht. Vieles ist geschlossen, da Winter ist.

An der gefassten Quelle ( kleiner Tempel) Fuente Venus stehen wir am Rand des kleinen Parks, etwas von der Strasse entfernt. Die Campingplaetze sind geschlossen. Aber hier am Park gibt es sogar ein WC. Man kann sich auch Quellwasser abfuellen, welches allerdings gechlort ist.

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Die Quelle liegt am Ortsrand. Es ist verhaeltnismaessig ruhig hier.

Die Zufahrt zur anderen Quelle Fuente del Toro ist geschlossen.

 

17.6.13

Die Nacht war ruhig. Am Morgen fuelle ich unseren Wassertank mit Schlauch an einem Wasserhahn im Park. Hinterher erfahre ich, dass dies nicht gestattet ist. Egal, Tank ist voll :-). Die Gardena Flachschlaeuche haben gut funktioniert - 3x 20m Flachschlauch.

Die Zufahrt zur 2. Quelle Fuente de Toro ist geoeffnet ( 9 - 17 Uhr). Wir laufen das kurze Stueck bergauf. Das Wasser sprudelt aus einem Bronze Stier. Muss man nicht gesehen haben.

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Wir fahren ueber die #12 und # 60 bis nach Minas durch huegeliges Weideland, das mit Felsen durchsetzt ist. Es erinnert an Sued Frankreich. Wir dumpen unterwegs unauffaellig an der Strasse.

11 km noerdlich von Minas fahren wir einen Campingplatz an um unsere Batterien zu laden und in Ruhe Waesche zu waschen. Lars moechte die Dachkiste entlasten.

Der Campingplatz liegt nett.  Die meisten Stellplaetze liegen zwischen Baeumen, haben Strom und Sitzgruppen mit Grill.

Es gibt WC und Duschen, das Wasser ist nicht besonders heiss. Der Platz ist gepflegt.

Man kann in einem Restaurant essen. Preis pro Nacht 280 P.

18.6.13

Wir verlaengern noch einen Tag, putzen, waschen und trocknen Waesche, backen Brot,  Lars packt die schwere Dachbox um usw.

Wir grillen das erste Mal. Lecker!  Nur das Brotbacken hat nicht ganz so gut geklappt. Ich muss noch ueben....

Das es absolute Nebensaison ist, haben wir den riesigen Campingplatz fast fuer uns alleine. Nachts ist es ganz still. Wir stehen im hinteren Bereich unter hohen lichten Baeumen. Der Stellplatz ist gross und gut abgegrenzt.  Im Sommer ist hier bestimmt viel los!  Neben dem CG fliesst ein Fluesschen. An einer Stelle hat man es aufgestaut, da kann man im Sommer baden. An diesem Campingplatzende befindet sich auch ein kleiner Laden und ein Restaurant.

19.6.13

Wir fahren nach Minas zurueck und auf # 8 Richtung Osten bis km 125. Hier biegt die gute Staubstrasse zum Salto del Penitente ab. Es ist ein kleiner Wasserfall. Eintritt 20 Peso pro Person. Man parkt direkt oberhalb und laeuft ein kurzes Stueck bergab.

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Es gibt ein Restaurant. Die ganze Landschaft erinnert die Hochebenen der Chausse in Suedfrankreich mit Weideflaechen und Felsen.

Zurueck auf der # 8 - es ist ein Rundkurs - fahren wir weiter nach Aiguá ( das letzte Stueck auf # 37). Kurz nach dem Ort biegt # 109 nach Rocha ab. Hier ist es einsam.

Es geht erst bergauf, dann faellt das Gelaende wieder ab,  nach ueber 20 km geht es rechts zum hoechsten Berg Uruguays,  dem Cerro Catedral oder Corillera mit 513 m.

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Hier ist es nur noch 5 °C warm bzw kalt.

Direkt an der einsamen Strasse finden wir einen ebenen  Stellplatz an einem kleinen Weiher. Allerdings ist alles, wie schon auf der ganzen Fahrt, eingezaeunt.

20.6.13

Wir hatten eine absolut stille Nacht. Am Morgen koennen wir die schoene Rundumsicht geniessen. Allerdings ist der Cerro Catedral ganz unspektakulaer. Er faellt in der Landschaft nicht weiter auf.

Wir fahren ueber # 39 nach Maldonado. Dort erledigen wir im Macro Mercado unsere Einkaeufe. Es ist ein grosser Supermarkt, mit grossem Parkplatz direkt an der Strasse nach Punta del Este. In Punta del Este am Beginn des Playa Brava steht dasWahrzeichen der Stadt  " Los Dedos" am Strand.Leider befinden sich unschoene Graffiti daran.

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Wir fahren ueber La Barra mit seiner Wellenbruecke nach Punta Jose Ignacio.

Auffaellig ist, dass eine laermende  groessere Strasse immer direkt am Strand verlauft. Nur ganz vereinzelt gibt es Haeuser am Strand. Auf dem Weg liegt die schoene Lagune Jose Ignacio. Wir sehen die ersten Flamingos. Und es gibt eine Bucht mit Surfern.

In der Naehe des Leuchtturms von Punta José Ignacio finden wir einen ebenen Stellplatz direkt am felsigen Strand. Die Brandung rauscht kraeftig.

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Der kleine Ort hat schoene Haeuser, uberwiegend Ferienhaeuser mit ganz unteschiedlichem Baustil.

21.6.13

Bedeckt und Nieselregen, sehr unschoen....die Nacht war bis auf die Brandung ruhig.

Wir fahren zur Laguna Garzon. Die Faehre hat Mittagspause bis 14.00Uhr. Die Gegend gefaellt uns nicht besonders.

Zurueck ueber die #9 fahren wir zur Westseite der Laguna de Rocha. Auch hier ist es nicht besonders interessant Das kann aber an der Jahrszeit liegen.

Wir sehen Caranchos (Geierfalken), Chajás(Wehrvoegel) und sogar einen Storch.

Fuer weitereVogelbeobachtungen war das Wetter leider zu schlecht.

Man koennte ueberall ruhige,  einsame Stellplaetze finden.

In Rocha laden wir unsere Internetkarte von Antel auf. Das geht unproblematisch in einem kleinen Tante Emma laden, der auch Fotokopien anbietet.

Ueber die # 15 geht es zurueck an die Kueste nach La Paloma. Auch hier findet man ueberall Stellplaetze. Wir lassen uns vor dem Hafen am Meer mit Blick auf den Leuchtturm nieder. Die Wiese ist gelevelt. Wir sind alleine....

22.6.13

Die Nacht war ruhig. Das Wetter hat sich gebessert. Die kleine Bucht ist nett. Der Leuchtturm nicht so schoen wie der letzte....

Wir fahren auf der #10, spaeter #9 weiter die Kueste entlang.Es gibt immer wieder Stichstrassen zu Straenden. Cabo Polonio besuchen wir nicht, da man mit dem eigenen Fahrzeug nicht hinfahren darf. Ebenso lassen wir die Ombus ( baumartige Strauchart ) aus. Auch hier ist eine gefuehrte Tour Pflicht. Das Wetter ist uns dafuer nicht gut genug. Der kleine Ort Barra de Valizas gefaellt uns gut, nur ist er im Winter nicht sehr belebt. Es gibt viele kleine Haeuser, nicht so protzig, Sandstrassen, einen schoenen Strand mit Blick auf Sandduenen. Es sieht etwas nach einer Aussteigerkolonie aus.,,,,

Der Weg am Strand zu den Duenen Richtung Cabo Polonio (10 km) fuert ueber einen Fluss,  man koennte ein Boot nehmen. Uns ist der Tag zu windig dafuer. Dafür begeitet uns ein Hund bis zum Fluß.

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Der Ort Aquas Dulces soll ein Fischerort mit Pfahlbauten sein, wir finden keine. In Punta del Diabolo wird ein neues Ferienhaus neben das andere gebaut. Es ist nichts mehr urspruenglich. Uns gefaellen beide Orte  nicht so gut, zumindest jetzt zu dieser Jahrszeit.

Auf dem weiteren Weg sehen wir viele Butiapalmen auf den Wiesen stehen. sie sollen teilweise 200 -300 Jahre alt sein. Die grosse Suesswasser Laguna Negra kommt in Sicht. Es gibt viele Voegel ( Gaense, Schwaene, Ibis, Geierfalken ).

Bei km 302 fahren wir durch den Haupteingang des Parque Santa Teresa ans Meer. Das Gelaende wird vom Verteidigungsministerium verwaltet. Man wird am Tor registriert. Es kostet nichts. Wir koennen hier auch kostenlos Campen. Das Gelaende ist sehr gross und gepflegt. Eine Mischung aus Park und urspruenglichem Bewuchs. Die Straende sind schoen. Im Winter ist hier nichts los.

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Im Sommer sind Supermarkt, Baeckerei usw geoeffnet. Ueberall gibt es WCs und kleine Ferienhaeuser.

Wir fahren bis zum Fortaleza Santa Teresa, einer Festungsanlage.

Sie kann auch direkt von der Strasse #9 angefahren werden. Es gibt einen Uebergang zum Park , der zu dieser Jahreszeit offen und nicht besetzt ist.

Das Fort kostet 20 P Eintritt, haetten wir nicht bezahlt, wollten umdrehen,aber man laesst uns so hinein.....:-)

Die Anlage ist schoen restauriert mit kleinen Ausstellungen. Das Abendlicht beleuchtet die Aussenmauern sehr schoen.

Wir wollen auf einer anderen Strasse wieder in den Park einfahren, diese endet aber an einem verschlossenen Gatter und dann passiert es....

Wir wollen auf einer Wiese wenden, merken zu spaet, das sie feucht ist und sitzen fest!

Wir sinken immer weiter ein, je laenger wir stehen, fahren uns tiefer hinein, statt raus.

IPO neigt sich nach einer Seite, auch das noch....und es wird bald dunkel...

Mit Luftablassen, Spaten, Sandblechen, Aesten und wenigen Steinen haben wir uns nach einer Stunde wieder befreit. inzwischen steht der Vollmond am Himmel und Kuehe sind neugierige Zuschauer. Ein Foto haben wir natuerlich in der Hektik vergessen zu schiessen.

Nachdem wir die Sandbleche wieder ausgebuddelt, alles notduerftig gereinigt und wieder verstaut haben, finden wir einen tollen Stellplatz im Park am Mirador de ballenas direkt oberhalb des Strandes. Vermutlich duerfen wir hier nicht campen, aber um diese Zeit faellt es niemandem mehr auf. Mit einer Flasche Sekt begiessen wir unserer erstes kleines Abenteuer und wissen jetzt, dass wir noch viel lernen muessen!

23.6.13

Wir verbringen eine ruhige Vollmondnacht. Morgens kann man am Meer Kormorane und amerikanische Stelzenlaeufer beobachten. Der Strand ist sehr schoen und sauber. Wale sind leider noch keine da, die werden etwas spaeter im Jahr erwartet. Dafuer gibt es hier extra einen Beobachtungsstand.

Wir verlassen den schoenen Park durch den Haupteingang. Genau gegenueber fuehrt eine Erdstrasse an die Suesswasser Laguna Negra. Am Wegende mit Wendeschleife ist reichlich Platz zum Parken, ohne dass man auf eine feuchte Wiese fahren muesste;-)

Hier wachsen verkrueppelte Buesche, die mit Spanish Moos und Epiphyten bewachsen sind. Dazwischen gibt es immer wieder flache abgerundetet Felsen auf kleinen Graslichtungen. Sehr idyllisch.

Manche der kleinen Buchten haben richtigen weissen, feinen Sandstrand.

Folgt man dem felsigen Ufer kommt man zu einer  kleinen Baumgruppe. Diese haben sich die gruenen Moenchsittiche als Wohnstaette ausgesucht. Sie bauen grosse Gemeinschaftsnester aus Gras und Stoeckchen, die wie riesige Baelle in den Baeumen haengen. In jedem Nest gibt es mehrere Wohnungen der einzelnen Paare, jede Wohnung besteht wiederum aus mehreren Raeumen mit unterschiedlicher Nutzung -schlafen, brueten,  Aufenthalt. Es geht sehr laut zu! Sie lassen sich nicht stoeren und man kann sie gut beobachten.

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In der Lagune wachsen Wasserhyazinten. Am Ufer finde ich viele kleine rote fleischfressende Pflanzen, Sonnentau. In Deutschland ist er sehr selten geworden.

Ich sehe sogar Monarchfalter, obwohl es Winter ist.

Wir fahren zurueck zur #9 weiter Richtung Chuy und biegen auf die #14 auf. Auf den Wiesen sehen wir viele Nandus. Bei km 480  am Mirador de Aves gibt es einen Vogelbeobachtungsstand an einem Sumpfgebiet.

Wir koennen Schwarzhalsschwaene, weisse Schwaene, Chajas, Marmorreiher, Waldstoerche, Mohrenibise,Nutrias, Geierfalken und viele andere Voegel gut beobachten. Der Abstecher hat sich gelohnt.

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Wir fahren zurueck zur Laguna Negra, parken ab und braten die vorher eingefrorene Schwertfischscheibe, diesmal draussen mit der extra Induktionsplatte wegen des Geruchs.

Lars probiert seine neue Angel aus. Im Wasser der Laguna Negra jedoch rührt sich nichts...

Es wird schnell kalt und wir geniessen beim Essen den Sonnenuntergang im Fahrzeug.

24.6.13

Die Nacht war absolut still. Am Morgen ist es sonnig und windstill. Alles ist sehr friedlich.

Wir fahren zum Grenzort Chuy. Der dortige Campinglatz ist uns mit 640p viel zu teuer. Wir parken direkt neben der  Polizeistation in Verlaengerung der Haupteinkaufsstrasse. Grenzkontrolle gab es keine. Im Prinzip haben wir Uruguay auch nicht verlassen. Faehrt man wieder zurueck, kontrolliert der Zoll.

Die eine Seite der Haupstrasse gehoert zu Brasilien, die andere zu Uruguay. Es gibt zollfreie Laeden wie  am Flughafen,  auf der brasil. Seite mehr Supermaerkte. Insgesamt ist es nichts Besonderes. Das Lebensmittelangebot ist sehr gut. Man kan mit beiden Waehrungen oder in Dollar bezahlen.

Wir verlassen Chuy auf der Grenzstrasse Av. Brasil- #19 und kommen nach 10 km an eine urug. Zollstation. Wir muessen unsere Papiere vorzeigen und das Fahrzeug wird innen kurz angeschaut, der Kuehlschrank geoeffnet. Dann duerfen wir weiterfahren.

Im kleinen Ort 18. Julio finden wir an einem Platz am Ortsrand einen akzeptablen Stellplatz kurz bevor Regen einsetzt. Hier gibt es sogar einen kleinen Tante Emma Laden.

25.6.13

Bis auf Hahnengeschrei war es ruhig, aber es regnet. Wir fahren Richtung brasilianische Grenze.

Zu Beginn der Fahrt geht es wieder durch grosse Palmenbestaende, dann schoene Sumpfgebiete mit vielen Voegeln, auch Flamingos. Wir sehen Gras bewachsene Termitenhuegel. Diese sind allerdings viel niedriger als in Australien.

 Die Strecke geht ueber #19,#15 (Lascano),#14(Jose P. Vacela,#8 nach Treinta y Tres. Danach koennte man im Quebrada de los Cuervos wandern, aber das Wetter ist einfach zu schlecht. Die Landschaft wird uninteressant. Nach Melo biegen wir auf die # 26 nach Westen und uebernachten im kleinen Ort Las Toscas an einer Nebenstrasse, sogar mit offenem WLAN. Kurz davor gibt es an der #26 eine Tankstelle, an der viele LKW parken.

26.6.

Wir fahren nach Ansina,  verlassen die # 26 zur #44 und stossen bei Manuel Dias auf die #5. Die Strasse #44 ist nicht besonders, aber wir koennen die Tafelberge sehr gut sehen. Zur Grenzstadt Rivera ist es nur noch ein kurzes Stueck.

In der Stadt parken wir auf der Uruguay Seite nahe dem Krankenhaus und Stadion. Dort befindet sich auch die Migration. Sie ist ausgeschildert. Wir bekommen unseren Ausreisestempel und geben das Zollformular von IPO und Quad ab. Es ist ein kleines unscheinbares Gebaeude. Ausser uns ist niemand da. Das ganze dauert keine 3 Minuten.

Wir laufen die Hauptgeschaeftsstrasse dieser Freihandelszone entlang von Uruguay nach Brasilien. Es findet gerade ein Fussballspiel Confed Cup statt zwischen beiden Laendern. In Cafes hat man keine Zeit fuer uns.....man ist beschaeftigt :-)

Abends klopft es am Fahrzeug und Anwohner stehen vor der Tuer. In der Schule bekommen die Kinder ein Laptop gestellt. Die 9 jaehrige Valentina hat unsere Seite aufgerufen und die ganze Familie ist begeistert! Valentina und  ihr Bruder lernen Englisch in  der Schule. Mit Woerterbuch, Spanischbrocken und ein bisschen Englisch haben wir viel Spass  miteinander.

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27.6.13

Die Nacht war ruhig, obwohl mitten in der Stadt.

Lars bemueht sich um brasil. Internet Simkarten. Es ist sehr kompliziert und zeitaufwendig. Valentina kommt vorbei und schenkt mir ein Foto, ihr Bruder Alexander malt IPO und schenkt uns noch einen Gluecksbringer. Auch die Eltern Natalia und Marcello kommen zum Abschied. Alle sind sooooo lieb!

Jetzt suchen wir die brasil. Behoerden zur Einreise im anderen Teil der Stadt,Santana do Livramento. Ein Mann auf einem Fahrrad begleitet uns zu der Behoerde, die fuer die Einfuhr von Fahrzeugen zustaendig ist. Er sucht uns auch einen Parkplatz. Das Gesetz wurde aber gerade geaendert. IPO muss nicht mehr registriert werden. Wir duerfen auf der benachbarten Tankstelle parken und laufen zur Policia federal. ein paar Strassen weiter. Dort bekommen wir unkompliziert unseren Einreisestempel. Wir muessen nur ein Miniformular ausfuellen. Das ganze dauert keine 10 Minuten.

Ob es eine weitere Stelle zur Erledigung dieser Sachen auf der Ausfallstrasse gibt, wissen wir nicht. Auf der Uruguayseite war es an der Einfallstrasse nicht moeglich, einen Ausreisestempel zu bekommen.

Eine Kontrolle / Lebensmittelkontrolle bei der Weiterfahrt auf der BR 158 gibt es nicht. Wir haben die Lebensmittel umsonst versteckt....

Wir fahren noch bis Rosario do Sul und parken in einer Nebenstrasse.

Auch hier klopft es am Abend an die Tuer. Ein Nachbar hat unsere Seite entdeckt und vom defekten Tablet gelesen. Er bietet uns sein Internet in seinem Haus an! Danke Rafael!

Und das ganze auf Portugiesisch mit Handyuebersetzung im Dunkeln vor IPO s Fenster.. ( " die Kerle brauchen Internet..." )....solche Hilfsbereitschaft kenne ich aus Deutschland schon lange nicht mehr.

28.6.13

Die Nacht war absolut still. Sogar die Hunde Gang hat geschlafen. Rosario liegt am Rio Santa Maria.Der Fluss bildet hier einen riesigen feinen Sandstrand. Wunderschoen!

Morgens streifen nicht nur Hunde,  sondern auch Pferde durch diese huegelige, friedliche Stadt.

Unser Nachbar, der Arzt  Rafael Braga ruft extra einen Kollegen an um fuer uns zu erfragen, ob es in Porto Xavier eine passende Faehre fuer IPO gibt. Wir erhalten weitere Einladungen, die wir aber leider nicht annehmen koennen, wir wollen nach Foz aufbrechen. Dass wir die Sprache nicht sprechen, ist kein Problem.

Wir verlassen die Stadt Richtung Norden, ueber Sao Vincente do Sul, Santiago #Br 287,

Sao Luiz Gonzaga # 392 mit Ziel Porto Xavier. Wir durchfahren ein sehr schoenes Huegelgebiet, sehen weitere Fluesse mit grossen hellen Sandbuchten.Die Strassen sind gut, auch gut beschildert. Es herrscht wenig Verkehr. Es wird immer waermer und tropischer. Kurz vor Porto Xavier biegen wir auf eine Stichstrasse zur ausgeschilderten Walfahrtskirche - Sanctuario João de castilho - ab, die einsam mitten in den Feldern liegt. Nur ein kleiner Bauernhof steht in der Naehe. Wir parken direkt vor der Kirche. Als Bewachung haben wir mehrere Hunde des Hofes. Zu uns sind sie ganz freundlich, schlagen aber sofort an, sobald es dunkel wird und sich etwas bewegt. Aber hier ist ausser uns niemand....

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29.6.13

Wieder eine sehr stille Nacht.

In Porto Xavier treffen wir auf den Rio Uroguay, der die Grenze zu Argentinien bildet.

Es ist eine friedliche kleine Stadt, hier haette man auch wunderbar uebernachten koennen. Alles lebensnotwendige kann gekauft werden.

Leider faehrt die naechste Faehre erst am Nachmittag. Der Grenzpolizist spricht perfekt Deutsch. Bei ihm erhalten wir zur Abfahrt den Ausreisestempel, praktisch dann wenn das Tor zur Faehre geoeffnet wird und man in der Schlange ansteht.

Zum Mittag essen gibt es ein leckeres guenstiges Buffet.  Lars besucht den Friseur, alle dort sprechen Deutsch. Ich unterhalte mich mit einem Bauuntenehmer aus Paraguay, dessen Elten aus Deutschland stammen...wir haben also keine Sprachprobleme :-)

Das Uebersetzen mir der Fähre geht problemlos und kostet ca. 15 Euro.

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In Argentinien erhalten wir den Einreisestempel ohne Probleme, aber....ein Formular fuer IPO muss erst gesucht werden. 3 Damen vom Zoll inspizieren unser Fahrzeug recht gruendlich, ueber 10 LKW Fahrer schauen begeistert zu :-) Wir muessen alles innen und aussen oeffnen. Den Kuehlschrank uebersehen sie....

 

Das Ausfuellen des Formular bereitet ihnen etwas Schwierigkeiten, kommt hier wohl sehr selten vor.

Aber alle sind ganz lieb. Nach weniger als einer halben Stunde verabschiedet man uns freundlich. Wir fahren noch bis an einen Aussichtspunkt an einer kleineren Landstrasse #2 und uebernachten dort mit Blick auf den Rio Uruguay.

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Nur ein einziges Auto hat unsere Nachtruhe gestoert, trotz Aussichtspunkt direkt an der Landstrasse. Am Morgen haben wir einen herrlichen Blick auf den Fluss.

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Es fahren fast keine Autos auf dieser Strecke. Heute ist Sonntag.

Unser Weg weiter nach Norden nach Iguazu fuehrt uns ueber #2,5, 14, 11, 12

durch nettes gruenes,huegeliges Gebiet mit Mate Strauch Plantagen und einigen Saegewerken.

Es ist wenig Verkehr, die Strassen sind breit, bester Belag, man faehrt sehr zivilisiert, alles ist sauber, die Orte werden umfahren......nicht wie in Asien. Wir haben keine Kontrollen und muessen nur einmal Maut bezahlen 10 P. auf der #12.

Am spaeten Nachmittag kommen wir in Iguazu an, fahren noch kurz zum Eingang des Nationalparks zur Orientierung. Dann suchen wir einen CG. Americano hat den Camping Bereich geschlossen. Man verweist uns zu Camping Eterno Reverdecer. Dieser befindet sich in einem Wohngebiet auf der anden Strassenseite von Americano.

Es ist ein kleiner Platz mit schlechten Sanitaeranlagen. Da es schon fast dunkel ist bleiben wir und.....graben uns erneut auf der abschuessigen leicht feuchten Wiese ein!   Oscar, der Besitzer ist sehr hilfsbereit. Er fuellt Schotter in unsere Fahrrinnen und mit Sandblechen kommen wir nach einer Stunde wieder frei.

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Wir uebernachten vor dem CG an der Strasse und benutzen die Duschen dort.

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